Was ist Multi Access Edge Computing?

Was ist Multi Access Edge Computing?

Das Multi-Access Edge Computing (MEC) verlagert die Berechnung des Datenverkehrs und der Services von einer zentralen Cloud zur Netzwerkperipherie – und somit näher zum Kunden. Anstatt alle Daten zur Verarbeitung in eine Cloud zu senden, werden die Daten im Netzwerk-Edge analysiert, verarbeitet und gespeichert. Durch die Erfassung und Verarbeitung von Daten näher am Kunden wird die Latenz verringert und eine Echtzeitleistung für Anwendungen mit hoher Bandbreite ermöglicht.

 

 

Merkmale des MEC

  • Kurze Wege
  • Extrem geringe Latenz
  • Hohe Bandbreite
  • Virtualisierung

MEC bietet auch Funktionen des Cloud-Computing und schafft eine IT-Umgebung am Edge, also der Peripherie des Netzwerks. Im Normalfall implementieren Sie MEC in Datencentern, die an der Peripherie verteilt sind. Edge-Anwendungen erfordern eine hohe Bandbreite und eine Umgebung mit geringer Latenz. Dies erreichen Service Provider durch verteilte Datencenter oder verteilte Clouds. Die Ressourcen, aus denen eine Cloud besteht, können sich überall befinden – von einem zentralen Datencenter bis hin zu einem Zellenstandort, einer Hauptniederlassung, einem Aggregationsstandort, einem Metro-Datencenter oder vor Ort beim Kunden. Durch die Verarbeitung von Inhalten an der Peripherie, entweder mit einem Server oder CPE, ist auf MEC-Plattformen verteiltes Edge-Computing möglich.

Auch eine softwaredefinierte Zugriffsebene könnte als Erweiterung einer verteilten Cloud dienen. Die meisten Pläne für Edge-Computing werden mithilfe von Open Source-Hardware und -Software ausgearbeitet, die die Vorteile von Cloud- und Virtualisierungsparadigmen, darunter SDN- und NFV, nutzen.

Auch eine softwaredefinierte Zugriffsebene könnte als Erweiterung einer verteilten Cloud dienen. Die meisten Pläne für Edge-Computing werden mithilfe von Open Source-Hardware und -Software ausgearbeitet, die die Vorteile von Cloud- und Virtualisierungsparadigmen, darunter SDN- und NFV, nutzen.

Wichtige Faktoren für MEC

Zu den wichtigsten Faktoren für Edge Computing gehören das Internet der Dinge (IoT), moderne 4G-Netzwerke und die 5G-Netzwerke der nächsten Generation. Der außergewöhnliche Anstieg des Datenverkehrs, insbesondere von Videos, und die explosionsartige Zunahme von verbundenen Geräten bedeuten, dass Netzwerkinfrastrukturen sich effektiv skalieren lassen müssen, um höhere Datenvolumen bereitstellen zu können. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bringt MEC die Flexibilität und Agilität der Cloud näher zum Kunden.

Die Edge-Access-Netzwerke werden auch weiterentwickelt, um konvergierte private, geschäftliche und mobile Netzwerke und Virtualisierungen einzubeziehen.

Business Intelligence geht davon aus, dass im Jahr 2020 weltweit mehr als 5,6 Milliarden IoT-Geräte in Unternehmen und Behörden Edge Computing-Lösungen nutzen werden, gegenüber weniger als 1 Milliarde im Jahr 2016.
Edge Computing im IoT, Business Intelligence Oktober 2016
IDC sagte voraus, dass bis 2019 43 % der weltweit von IoT-Geräten generierten Daten am Edge (statt in der Cloud oder einem entfernten Datencenter) gespeichert, verarbeitet, analysiert und bearbeitet werden.
Cloud 2.0: Neue Services, Herausforderungen und Möglichkeiten, IDC Februar 2017

Wie wird MEC genutzt?

Einige gängige MEC-Anwendungsbeispiele sind:

  • Daten- und Videoanalyse
  • Standortnachverfolgungs-Services
  • Internet-of-Things (IoT)
  • Augmented Reality
  • Lokales Hosting von Inhalten wie Videos

Ein IoT-Beispiel ist ein intelligentes Auto, das ständig Fahrweisen, Straßenzustände und andere Fahrzeugbewegungen erfasst, um den Fahrer sicher zu leiten. Die meisten der vorhersehbaren und vorgeschriebenen Erkenntnisse müssen rechtzeitig geliefert werden. Das bedeutet, die Sensordaten müssen an der Peripherie erfasst, verarbeitet und analysiert werden, um dem Fahrer die Erkenntnisse mit geringer Latenz zu übermitteln.