Das volle Potenzial von Software freigesetzt

Differenzierung der Junos Software für Rechenzentrumsinnovation

Moderne Rechenzentren spiegeln die geschäftlichen Anforderungen des Unternehmens durch die vorhandenen Anwendungen wieder. Bei der Umstellung des Anwendungsmodells von einem herkömmlichen Client-Server-Modell zu einer neuen Lösung, bei der alles als Service über die Cloud bereitgestellt wird, geraten IT-Unternehmen zunehmend unter Druck: größere Datenvolumen sollen schneller und flexibler bereitgestellt werden, und gleichzeitig sollen Kosten eingespart werden.

Die zugrundeliegende Infrastruktur heutiger Rechenzentren benötigt eine solide Basis, die jedoch flexibel genug ist, um den wechselnden Geschäftsanforderungen gerecht zu werden. Diese Flexibilität wird auch von der Netzwerkhardware und -software des Rechenzentrums erwartet. Die Benutzer müssen neue Merkmale, Funktionen und Dienste in dem Moment aktivieren können, in dem sich die Geschäftsanforderungen ändern.

Juniper hat erkannt, dass Netzwerkhardware und -software voneinander gelöst werden müssen, um es den IT-Unternehmen zu ermöglichen, die benötigte Software flexibel auszuführen, und zwar wann und auf welcher Hardwareplattform sie auch benötigt wird. Diese Trennung erlaubt es den Unternehmen zudem, länger von ihren Softwareinvestitionen zu profitieren, selbst wenn die Hardware zwischendrin ausgetauscht werden muss.

Um dieser Anforderung gerecht zu werden, haben wir eine losgelöste Version der Junos® Softwareinfrastruktur entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine modulare Lösung auf Linux-Basis, die von Grund auf aus Automatisierung und Programmierbarkeit ausgerichtet ist. Mithilfe der losgelösten Software lässt sich der Rechenzentrumsswitch wie ein Server verwalten: Anwendungen, Tools und virtualisierte Dienste von Drittanbietern können entweder auf einer virtuellen Maschine (VM) oder in einem Container direkt auf dem Switch ausgeführt werden.

Schematische Darstellung: Losgelöste Junos-Software

Dank der losgelösten Junos-Software können neue Merkmale, Funktionen und Dienste bei Bedarf sofort aktiviert werden.

Die Vorteile losgelöster Software

Diese optimierte Softwareinfrastruktur birgt eine Vielzahl von Vorteilen. Durch die Verwaltung des Systems, als handelte es sich um einen Server, werden bestehende IT-Silos voneinander getrennt. Zudem können DevOps und NetOps zusammenarbeiten und so die Bereitstellungszeit und die Kosten für die IT-Dienste reduzieren. Die Infrastruktur bewirkt auch eine erhöhte Zuverlässigkeit, da In-Service-Software-Upgrades (ISSU) im Rahmen der Junos-Software auf einer VM ausgeführt werden. Dank der Modularisierung können Fehler von der Software auf das betroffene Modul begrenzt werden.

Losgelöste Software ermöglicht es dem Unternehmen, beliebige Drittanbieteranwendungen, -tools und -dienste direkt auf dem Switch zu installieren. Nativ ausgeführte Anwendungen können über typische Linux-Repositorys aktualisiert werden, ohne dass eine neue Junos-Version erforderlich ist.

Automatisierungs- und Programmierungstools wie Puppet, Chef und Ansible sowie Dienste wie Firewalls, Analysen, Deep Packet Inspection, Wireshark und interaktionsfreie Bereitstellung können direkt auf dem Switch ausgeführt werden. Da sich die Steuerungs- und Datenebene des Switches direkt über APIs programmieren lässt, wird der Netzwerkbetrieb verbessert.

Plattform für Rechenzentrumsinnovationen

Unsere losgelöste Softwareinfrastruktur öffnet eine neue Plattform, die es Unternehmen und Partnern von Juniper erlaubt, das Rechenzentrum mit noch mehr technischen Innovationen und wertsteigernden Dienste auszurüsten. Das zugrundeliegende Modell ist in etwa vergleichbar mit einem App Store für Smartphones.

Zur Ergänzung der optimierten Junos-Softwareinfrastruktur haben wie einen Rechenzentrumsswitch entwickelt, der unser losgelöstes Hardware- und Softwaremodell unterstützt. Der QFX5200 vereint Hochleistungsswitching mit den Merkmalen, Funktionen und der Leistung eines CPU-Servers mit vier Kernen. Dadurch werden Geschwindigkeiten von 10 GbE bis 100 GbE erreicht und die neuen Ethernet-Standards 25 GbE und 50 GbE unterstützt.